Screenshot aus Star Wars Zero Company
© EA
Games

Star Wars Zero Company lässt im Test sogar XCOM 2 alt aussehen!

Star Wars Zero Company ist endlich da. Wir haben das Taktik-RPG von Bit Reactor getestet: starke Story, taktische Tief und gelungenes Gameplay liefern eines der besten Games in 2026.
Von: Phil Briel (@nophilterde)
6 min readPublished on
Fans rundenbasierter Strategiespiele haben Grund zur Freude, denn sechs Jahre nach dem Release des ungeschriebenen Genre-Königs XCOM 2 folgt nun endlich die Wachablösung an der Spitze. Und die hört auf den Namen Star Wars Zero Company. Das Erstlingswerk des Entwicklerstudios Bit Reactor eint auf unvergleichliche Art und Weise Strategie, Rollenspiel sowie die Star Wars-Lizenz und mausert sich so zu einem der besten Spiele des Jahres 2026.
  • Entwickler: Bit Reactor (mit Lucasfilm Games)
  • Publisher: Electronic Arts
  • Release: 27. August 2026
  • Plattformen: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
  • Genre: Rundenbasiertes Taktik-RPG
  • Spielzeit: ca. 30 bis 40 Stunden
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Neu und doch nicht neu: Was ist Star Wars Zero Company?

Star Wars Zero Company ist ein neues rundenbasiertes Strategiespiel im Stile von XCOM 2 oder Wartales. Ein Genre, das lange brach lag, gerade bei deutschen Gamer:innen aber sehr hoch im Kurs steht.
Screenshot aus Star Wars: Zero Company

Zero Company kombiniert Taktik-Gameplay mit cineastischer Story

© EA

Wer den Vergleich zu XCOM zieht, liegt goldrichtig: Rundenbasierte Gefechte, Deckungssystem und permanenter Verlust deiner Truppen bilden das Fundament. Bit Reactor packt aber deutlich mehr drauf: eine erzählerisch dichte Kampagne, recht freie Third-Person-Erkundung und waschechte Star-Wars-Atmosphäre. Ein Gesamtpaket, das es in sich hat. Und das nicht nur für Fans des Genres.

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Es ist das Erstlingswerk von Entwickler Bit Reactor, doch hinter dem neuen Namen steht ein renommiertes Team: Das Studio setzt sich aus ehemaligen XCOM-Entwickler:innen bei Firaxis zusammen, die rund 20 Jahre Genreerfahrung mitbringen. Entstanden ist das Spiel in Zusammenarbeit mit Lucasfilm Games, Publisher ist Electronic Arts.
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Willkommen in den Klonkriegen

Hinsichtlich des Settings orientiert sich Bit Reactor am vielleicht beliebtesten Plot innerhalb des Star-Wars-Universums, zumindest wenn man die Fans fragt. Star Wars Zero Company spielt rund 20 Jahre vor der Schlacht von Yavin, mitten in den Klonkriegen. Du übernimmst die Rolle von Hawks, einem ehemaligen Captain der republikanischen Armee, der nach einem gescheiterten Einsatz und dem Verlust seiner Kompanie aus dem Militärdienst ausgeschieden ist. Seither führt Hawks die unabhängige Söldnertruppe Zero Company oder "Kompanie Null" an.
Zu Beginn der rund 30-40 Stunden langen Kampagne steckt deine Crew tief in den Schulden bei den Hutten. Die Rettung: ein lukrativer Auftrag des republikanischen Geheimdienstes. Gemeinsam mit einer Erzbaronin sollst du die Kultistensekte "die Spirale" bekämpfen, die eine gefährliche Seuche namens Schattenplage verbreitet und Überlebende zu gefügigen Anhängern ihrer Anführerin Kundri Fathom macht.
Screenshot aus  Star Wars Zero Company zeigt Gameplay mit angreifenden Droiden

Zero Company spielt in der Zeit der Klonkriege

© EA / Phil Briel

Bevor's aber wirklich los geht, schusterst du dir deinen persönlichen Hawks im Charaktereditor zusammen. Hawks' Spezies, Aussehen und Klasse lassen sich frei wählen, während die Hintergrundgeschichte in jeder Version gleich bleibt. Die Kampagne selbst verläuft komplett linear: Deine Entscheidungen beeinflussen zwar Gameplay-Aspekte, nicht aber den Ausgang der Story. Macht aber auch nix, denn die Handlung ist äußerst spannend und wird kinoreif erzählt.
Besonders gelungen ist die Einbettung in die große Star-Wars-Zeitleiste. Bekannte Ereignisse werden aufgegriffen, ohne dass sich die Story in Fanservice verliert. Im Verlauf des Abenteuers darfst du dich zudem auf einige unerwartete Wendungen einstellen, die emotional gekonnt inszeniert werden.
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Gameplay: Rundentaktik, die selbst XCOM überragt

Screenshot aus Star Wars Zero Company

Zero Company setzt auf klassische rundenbasierte Taktik

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Besonders cool: Zwischen den Missionen bewegst du dich in Third-Person-Ansicht frei durch das Den, die Operationsbasis von Zero Company auf der Asteroidenwelt Ring von Kafrene. Dort sprichst du mit deiner Crew, verteilst Fokuspunkte, rüstest deine Kämpfer:innen aus und investierst verdiente Credits in Ausbau und Ausrüstung.
Jeder Zyklus, quasi ein Spieltag, bietet mehrere textbasierte Aufträge und endet in einer vollwertigen Kampfmission. Auf dem Schlachtfeld greifen die klassischen Taktik-Mechaniken, die das Genre seit jeher auszeichnen: Positionierung, Deckung, Trefferchancen und der gezielte Einsatz von Granaten und Fähigkeiten. Jede Figur verfügt über drei Aktionspunkte, die du klug einsetzen musst. Willst du dich mehr bewegen? Deinen Teammates Feuerschutz geben? Oder doch selbst angreifen?
Screenshot aus Star Wars: Zero Company zeigt einen Kampf gegen Droiden.

Die intensiven Gefechte werden aus der Vogelperspektive gespielt

© EA

In jeder Mission stehen dir vier Squadmitglieder zur Auswahl. Dazu kommen unterschiedliche Missionstypen von Geisel-Rettung bis Sabotage, die für spielerische Abwechslung sorgen. Bit Reactor beweist eindrucksvoll, dass sie ihr Handwerk verstehen: Gegner spawnen gerne genau dort, wo es unangenehm wird, Verstärkung blockiert deinen Fluchtweg und einige Story-Missionen bauen sogar richtig kreative Mechaniken ein. Der Schwierigkeitsgrad bleibt dabei fair, aber fordernd, besonders im optionalen Beskar-Modus mit Permadeath für die gesamte Kampagne.
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Krisen und Dilemmata: Hoher Wiederspielwert

Doch selbst auf Aufträge, die eigentlich nur textbasiert sind, haben es in sich. Insbesondere die Krisen und Dilemmata stellen dich vor folgenschwere Entscheidungen, die den weiteren Verlauf des Spiels beeinflussen.
Screenshot aus Star Wars Zero Company zeigt einen Dilemma-Auftrag am Holotisch.

Manche Missionen verändern die Beziehungen innerhalb des Teams.

© EA / Phil Briel

In den Krisen-Aufträgen kannst du die technologische Entwicklung der Gegner schwächen, musst dich aber für eines von mehreren Updates entscheiden - die anderen Vorteile erhalten deine Kontrahenten dauerhaft. Die Dilemmata hingegen musst du eine moralisch knifflige Entscheidung treffen, die sich direkt auf deine Beziehung zu deinem Team auswirkt und das positiv wie negativ. Das alles erhöht den Widerspielwert von Star Wars Zero Company enorm.
Gerade in seinem Charaktersystem samt weitreichender Rollenspielelemente überragt Star Wars Zero Company Genrekrösus XCOM aber noch deutlich und geht auch aus taktischer Sicht deutlich tiefer in die Materie.
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Charaktere, Klassen und Bond-System

Star Wars Zero Company bietet mehr Buildcrafting-Tiefe, als man von einem Star-Wars-Taktikspiel erwarten würde und lässt darin selbst XCOM hinter sich. Im Kampagnenverlauf schaltest du mehrere Klassen frei (von denen sich zwei kombinieren lassen) und verflechtest Spezialisierungen, Waffenmods und Talente miteinander. Neben deinem festen Story-Cast lassen sich zusätzlich generische Operatoren rekrutieren, die eigene Persönlichkeiten und Sprecher mitbringen und aktiv am Leben im Den teilnehmen.
Ein zentrales System ist die Bindung zwischen Charakteren: Je öfter deine Crew miteinander interagiert, desto stärker werden ihre Kampfsynergien. Und das sowohl innerhalb der Missionen, beispielsweise durch Support-Aktionen als auch abseits der Hauptaufgaben. Gute (und auch schlechte) Bindungen werden von den Spielfiguren zudem stets kommentiert, was für den einen oder anderen Schmunzler sorgt und die Atmosphäre untermalt. Astromech-Droiden übernehmen dabei eine Support-Rolle und versorgen dein Team mit zusätzlichen Aktionspunkten und Nutzgegenständen.
Screenshot aus Star Wars Zero Company zeigt die Anpassung der Charaktere.

Jeder Charakter verfügt über einen individuellen Talentbaum.

© EA / Phil Briel

Über allem schwebt die Gefahr des permanenten Verlusts: Stirbt ein Charakter, bleibt das dauerhaft so, inklusive Auswirkung auf die Story. Diese Konsequenz verleiht jedem Gefecht zusätzliches Gewicht.
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Ein atmosphärisches Abenteuer

Insbesondere atmosphärisch kann sich Star Wars Zero Company absolut sehen lassen und fängt die ikonische Prämisse der 'Krieg der Sterne'-Vorlage exzellent ein. Für ein Strategiespiel ist ein Niveau, wie man es sonst beispielsweise nur aus Star Wars Jedi: Fallen Order gewohnt ist, schon eindrucksvoll genug.
Diesen dreckigen, düsteren Sci-Fi-Charme fängt das Game jedenfalls exzellent ein und begeistert zudem mit stimmungsvollen Details, Grafikeffekten und einem hervorragenden Charakterdesign. Hier passt einfach (fast) alles.
Screenshot aus Star Wars Zero Company zeigt den Holotisch.

Zero Company fängt den Star-Wars-Charme gekonnt ein

© EA

Lediglich vereinzelte Ruckler, Textur-Nachlader in Cutscenes und ungünstige Kamerawinkel während der Kämpfe trüben den sonst positiven Eindruck. Ein Day-One-Patch soll Performance und Fehlerchen aber ausmerzen und: dem Spielspaß tun die keinen Abbruch.
Großes Lob gebührt zudem der Vertonung: Komponist Gordy Haab liefert einen Soundtrack, der klassischen Star-Wars-Sound mit eigener Identität verbindet, während die deutsche Synchronisation hervorragend ausfällt.
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Ein Fest für Taktik-Fans

Star Wars Zero Company ist ein herausragendes Taktikspiel für Fans von XCOM und Genre-Genossen wie Midnight Suns geworden, das gleichzeitig eine waschechte Star-Wars-Geschichte erzählt.
Taktikfans, die rundenbasierte Gefechte mit Tiefgang suchen, kommen voll auf ihre Kosten. Star-Wars-Fans der Klonkriegs-Ära dürfen sich auf eine eigenständige, gut erzählte Geschichte freuen.

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