Screenshot aus MotoGP 26 zeigt Brad Binder in Schäglage vor dem Eisernen Bullen am Red Bull Ring.
© Milestone / Phil Briel
Games

MotoGP 26 Test: Das bisher tiefste Motorrad-Rennspiel von Milestone

MotoGP 26 dreht voll auf. Mit neuem Rider-Based-Handling, einem komplett überarbeiteten Karrieremodus und neuen Online-Modi liefert das italienische Studio seinen bislang ambitioniertesten Ableger ab.
Von: Phil Briel (@nophilterde)
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Das italienische Entwicklerstudio Milestone entwickelt sich immer mehr zur Top-Adresse im Rennspiel-Genre. Nachdem man mit Screamer zuletzt auf gelungene Art und Weise Arcade-Racing und Anime-Story kombinierte, kehrt das Team zu den Wurzeln zurück. Mit MotoGP 26 rollt das offizielle Game zur Motorrad-Weltmeisterschaft an den Start und ist in diesem Jahr weit mehr als ein gewöhnliches Lizenz-Update.
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MotoGP 26 mit neuem Handling und Spielgefühl

Das größte neue Feature von MotoGP 26 trägt den klangvollen Namen Rider-Based Handling und steckt hinter dem Pro Game Experience-Modus. Das Konzept ist simpel und gleichzeitig revolutionär: Statt das Motorrad selbst zu lenken, steuerst du physikalisch das Körpergewicht des Fahrers. Genau so, wie es echte MotoGP-Piloten tun. Körpereinsatz, Gewichtsverlagerung, Bremspunkt: Alles fühlt sich natürlicher an als je zuvor, bleibt aber technisch fordernd genug, um selbst gestandene Sim-Fahrer auf Trab zu halten.
Screenshot aus MotoGP 26

MotoGP 26 spielt sich merklich realistischer.

© Milestone / Phil Briel

Milestone hat dabei nicht nur an der Physik geschraubt, sondern auch die Animationen der Fahrer komplett überarbeitet. Die Bewegungen auf dem Bike sehen jetzt echter aus, passen zur neuen Physik und verstärken das Gefühl, wirklich Teil des Rennens zu sein. Einstieg leichter, aber Perfektion weiterhin schwer zu erreichen. Das war die Prämisse der Entwickler:innen und diese ist ihnen ausgezeichnet gelungen.
Neulinge in der MotoGP-Reihe müssen aber keine Angst haben. Fenn die im vergangenen Jahr eingeführte Arcade Game Experience, die einen leichteren Einstieg in die Welt des virtuellen Motorradsports erlaubt, wurde deutlich ausgebaut.
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Arcade für alle, Pro für Profis

Wer kein Hardcore-Sim-Fan ist, greift zum überarbeiteten Arcade Game Experience-Modus und findet dort mehr Optionen vor als im Vorjahr. Der entscheidende Unterschied zu MotoGP 25: Milestone hat diesmal auch die KI speziell für den Arcade-Modus trainiert. Fahrerfeld und Spieler kämpfen jetzt auf Augenhöhe, egal welche Einstellung gewählt wurde. Zumindest, wenn du das so möchtest.
Screenshot aus MotoGP 26 zeigt Pedro Acosta beim Start in Brno.

Mit Arcade- und Pro-Modus spricht MotoGP 26 Neulinge und Profis an.

© Milestone / Phil Briel

Das Ergebnis sind zwei vollständige, in sich stimmige Spielerfahrungen. Im Arcade-Modus reagieren die Bikes gutmütiger, die Bremsen greifen besser und der Grip ist deutlich höher. Die Rennen spielen sich damit merklich einsteigerfreundlicher und erlauben es so auch Quereinsteiger:innen, schnell erste Erfolge zu erzielen. Im Pro-Modus jedoch zieht das Spiel deutlich an. Ohne Fahrhilfen und mit maximalem Realismus ist die volle Konzentration auf jedem Zentimeter der Strecke unabdingbar, um als Sieger:in auf dem Podium Platz zu nehmen. Wer zwischen beiden Modi wechseln will, findet die Einstellung jederzeit über das Game Experience-Menü oben rechts.
Screenshot aus MotoGP 26 zeigt ein Regenrennen aus der Helmkamera in Austin.

Austin. Regen. Helmkamera. Intensiver geht es wohl kaum.

© Milestone / Phil Briel

Neu dazu kommt ein adaptives Schwierigkeitssystem, das im Hintergrund mitläuft und sich Runde für Runde an den eigenen Fahrstil anpasst. Ohne Eingriff, ohne nervige Menüs. MotoGP 26 passt sich damit in Echtzeit und kontinuierlich dem eigenen fahrerischen Können an. Das Gameplay der Motorrad-Sim wirkt damit noch individueller auf einen zugeschnitten als je zuvor.
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Karrieremodus neu gedacht

Der Karrieremodus war bereits in MotoGP 25 ein Highlight, in MotoGP 26 wurde er aber nochmals deutlich tiefer ausgebaut. Los geht's wie gewohnt in der Moto3-Klasse oder direkt in der MotoGP, wenn man als echter Fahrer starten will. Zum ersten Mal in der Seriengeschichte kann man einen der 22 offiziellen MotoGP-Fahrer wählen und dessen Geschichte neu schreiben. Pedro Acosta auf Yamaha? Geht. Oder mit Rookie Toprak Razgatlioglu direkt auf KTM starten? Endlich kein Problem mehr.
Screenshot aus MotoGP 26.

Der Karrieremodus von MotoGP 26 legt an Dynamik zu.

© Milestone / Phil Briel

Das Paddock-Leben wurde komplett neu gestaltet. Zu den donnerstäglichen Pressekonferenzen treten Journalist:innen mit Fragen an und jede Antwort hat Konsequenzen. Rivalitäten entstehen, Vertragsverhandlungen werden beeinflusst, die Karriere verändert sich nahhaltig. Dazu kommt ein neues Debriefing-System, das die Bike-Entwicklung nach Rennen greifbarer und sinnvoller macht als zuvor. Wer konstant liefert und clever verhandelt, bekommt die besseren Teams und mehr Entwicklungspunkte. Im Gegensatz zum Karrieremodus vieler Rennspiel-Konkurrenten fühlt sich die Singleplayer-Erfahrung in MotoGP 26 merklich dynamischer und motivierender an.
Besonders stark: Im Paddock-Bereich des Karrieremodus ist jederzeit der aktuelle Formstand aller Fahrer aus der realen MotoGP einsehbar. Das erklärt, warum Favoriten manchmal schwächeln und macht Transfers und Teamwechsel noch reizvoller.
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Abseits der WM: Race Off und Production Bikes

Wer keine Lust hat, sich in der Motorrad-Weltmeisterschaft auszutoben, findet im Race Off eine gelungene Abwechslung. Der Race Off-Modus wächst in MotoGP 26 um eine ganz neue Kategorie: Production Bikes. Statt Minibikes oder Motards (keine Sorge, die gibt's auch noch) kann man jetzt serienmäßige 1000cc-Maschinen auf offiziellen MotoGP-Strecken bewegen. Ducati Panigale V4 S in Mugello, Honda CBR 1000RR-R Fireblade SP in Austin, KTM 990 RC R am Red Bull Ring. Jeder Hersteller hat drei eigene Strecken, die Events laufen als Mono-Brand-Rennen ab.
Screenshot aus MotoGP 26 zeigt ein Rennen im Race Off-Modus mit Serienbikes auf dem Circuit de Catalunya.

Neu im Race Off: Rennen auf Serienbikes mit eignem Fahrgefühl.

© Milestone / Phil Briel

Wer lieber im Dreck wühlt, findet beim klassischen Race Off-Modus eine neue Location: Canterbury Park in Großbritannien, eine postindustrielle Kulisse, die für Motards, Flat Track und Minibikes ausgelegt ist. Damit gibt es jetzt drei Locations und insgesamt sechs Strecken für den Arcade-Part der virtuellen MotoGP-Karriere.
Screenshot aus MotoGP 26 zeigt ein Flat-Track-Rennen auf der neuen Strecke Canterbury Park in Großbritannien.

Der Arcade-Modus Race Off wurde in MotoGP 26 deutlich ausgebaut.

© Phil Briel / Milestone

Race-Off-Events sind auch im Karrieremodus integriert und bringen dort einen spielerischen Vorteil: Wer sie absolviert, verbessert das Handling des eigenen Karrierebikes. Training macht den Meister.
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Rider Ratings, Sammelkarten und Multiplayer

Zwei vollkommen neue Features runden MotoGP 26 ab. Erstmals zeigt das Spiel offizielle Rider Ratings für alle Fahrer in Moto3, Moto2 und MotoGP. Vier Werte bestimmen das Profil: Rundenzeit (LAP), Renntempo (PAC), Zweikampfstärke (H2H) und Zuverlässigkeit (REL). Die Werte werden über die Saison hinweg durch Patches aktualisiert. Wer in der echten WM aufblüht (beispielsweise wenn Alex Marquez das Heimrennen in Jerez gewinnt), zieht auch im Spiel nach.
Screenshot aus MotoGP 26 zeigt Alex Marquez am Red Bull Ring.

Rider Ratings verändern die Werte der Fahrer auf Basis der echten MotoGP.

© Milestone / Phil Briel

Dazu kommt ein Sammelkarten-System mit über 100 Karten. Fahrer, Strecken, Bikes und alles in verschiedenen Seltenheitsstufen. Besonders: 22 Spezialkarten wurden von der japanischen Künstlerin Ranka Fujiwara gestaltet, die seit Jahren mit der MotoGP zusammenarbeitet. Karten werden durch Rennen und Online-Events freigeschaltet, Doppelkarten lassen sich gegen Punkte tauschen. Gekauft wird dabei nichts. Es gibt weder Mikrotransaktionen, noch Glücksspiel.
Auch im Online-Multiplayer zieht MotoGP 26 nach. Lobbies fassen jetzt bis zu 22 Spieler:innen, die Auswahl passender Matches funktioniert intelligenter als zuvor. MotoGP 26 berücksichtigt nun Standort und Verbindungsqualität, was für einen niedrigeren Ping und bessere Latenzen sorgt. Neu ist außerdem plattformübergreifender Voice-Chat, der das Renngeschehen noch mal enger zusammenbringt. Vollständiges Crossplay zwischen PS5, Xbox Series, PC (Steam und Epic) ist selbstverständlich weiterhin mit dabei.
MotoGP 26 Gameplay mit Enea Bastianini auf dem Circuit of the Americas in Austin.

Auch technisch legt MotoGP 26 deutlich zu.

© Milestone / Phil Briel

Mehr Realismus, neue Optionen für Quereinsteiger:innen, eine motivierende Karriere und eine verbesserte Technik sorgen dafür, dass MotoGP 26 die bereits gelungenen Vorgänger deutlich überflügelt. Rennspiel-Fans, die auch vor Events auf zwei Rädern nicht zurückschrecken, kommen mit der neuen Sim voll auf ihre Kosten.
MotoGP 26 erscheint am 29. April 2026 für PS5, Xbox Series X|S, PC (Steam/Epic), Nintendo Switch 1 & 2, ROG Ally Xbox und Steam Deck.

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