Screenshot aus Gears of War E-Day
© Xbox Game Studios
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Gears of War: E-Day im Test: Das Action-Highlight für Xbox und PC

Gears of War: E-Day im Test: Das Prequel liefert brachiales Gunplay und eine zerfallende Stadt, stolpert aber in den offenen Abschnitten.
Autor: Phil Briel (@nophilterde)
5 min readPublished on

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Der Emergence Day ist der Tag, an dem Sera zerbricht. In Gears of War: E-Day kämpfst du ihn selbst durch. Das düstere Prequel erzählt, wie der Locust-Krieg beginnt und setzt dabei auf das, was die Reihe am besten kann: Deckung, Dauerfeuer und Kettensäge. Im Test zeigt sich, wo E-Day trifft und wo es sich selbst ausbremst.
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Gears of War E-Day: Das Prequel im Überblick

E-Day spielt 14 Jahre vor dem ersten Gears of War. Du erlebst den Tag, an dem die Locust aus dem Boden brechen und die Stadt Kalona überrennen. Marcus Fenix und Dominic Santiago sitzen gerade in einer Kneipe, als der Angriff beginnt. Zusammen mit den neuen Figuren Mags Carter und Lucas Reyes bilden sie das Bravo Squad und sagen den einfallenden Alienhorden den Kampf an. So viel, so Gear of War.
Screenshot aus Gears of War E-Day zeigt Marcus Fenix

Marcus und Dom ziehen zusammen los

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Das Gute: Vorkenntnisse brauchst du nicht. Das Spiel führt Figuren, Gegner und Regeln des Universums so ein, dass auch Neueinsteiger mitkommen. Wer die Reihe kennt, findet trotzdem genug Lore-Momente, etwa die Entstehung des legendären Lancers mit Kettensäge.

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Gut gefällt die Story: Marcus und Dom sind ein eingespieltes Duo. Mags ist die ehemalige Soldatin, die nur widerwillig wieder zur Waffe greift, Reyes der Rookie mit sympathischer Naivität. Zusammen tragen sie die Kampagne mit rauem Humor, harten Sprüchen und überraschend verletzlichen Momenten. Mit Vraahk hat E-Day einen Gegenspieler, den man wirklich hassen kann, wenngleich die Story vorhersehbar bleibt.
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Gameplay: Klassisch Gears eben

The Coalition rührt die Grundformel des Gameplays in Gears of War: E-Day kaum an, und das ist gut so. Du suchst Deckung, tauchst auf, feuerst, wechselst die Position. Schon auf dem zweiten von vier Schwierigkeitsgraden wird das mitunter ganz schön knackig. Viele Deckungen zerbröseln unter Dauerfeuer, also bleibst du in Bewegung.
Die Waffen fühlen sich durchweg schwer und direkt an. Der Rückstoß passt, die Treffer haben Gewicht. Gears bleibt ganz klar ein Spiel für Erwachsene, so viel steht fest. Zu den Klassikern wie Lancer, Gnasher und Longshot kommen neue Waffen: ein Granatwerfer, eine ätzende Schrotflinte, ein Enterhaken für die kurze Distanz und das Breechshot als eine Art Karabiner.
Screenshot aus Gears of War E-Day

Der Lancer darf natürlich nicht fehlen

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Neu ist die Beweglichkeit. Es gibt einen eigenen Sprungknopf, eine Slide-Animation und mehr vertikale Level. Marcus und Co. bleiben zwar behäbige Panzer in Rüstung, kommen aber an Stellen, die früher unerreichbar waren. Der aktive Nachladevorgang bleibt ein Herzstück: Triffst du die goldene Zone, bekommst du einen Bonus. Verpatzt du beide Zonen, hast du eine Ladehemmung. In hektischen Gefechten ist das pures Adrenalin.
Auch die Gegner halten dich auf Trab. Manche suchen selbst Deckung, andere stürmen los, vernebeln die Sicht oder fallen dir in die Flanke. Die neuen Gegner haben es in sich: Frösche spucken ätzende Emulsion, fliegende Fleischbrocken tauchen ab Akt 3 auf. Beide schlucken viel Munition, wenn du ihre Schwachstellen nicht triffst. Im Koop schmilzt dieses Problem, weil ihr die Brocken gemeinsam schneller zerlegt.
Neu sind außerdem Mods für Waffen, bis zu vier Slots pro Knarre, plus vier taktische Ausrüstungsgegenstände wie der Adrenalininjektor. Anfangs motiviert das zum Suchen und Tüfteln. Sobald dein Setup steht, lässt der Reiz aber nach, zumal die Mods kaum spürbare Auswirkungen haben.
Bei der Steuerung läuft jedoch nicht alles ganz rund: Die Deckungserkennung ist stellenweise extrem hakelig, Klettern fühlt sich ungenau an und der Übergang von der Bewegung in den Nahkampf ist nicht immer sauber.
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Kalona: Zerstörung als Show, Leerlauf als Bremse

Fast die ganze Kampagne spielt in und um Kalona. Genau das macht den Reiz aus: Du siehst, wie die Stadt in wenigen Stunden zerfällt. Straßen mit Bars und Läden sind ab Akt 3 Trümmerfelder, ein Schauplatz kippt sogar in einen riesigen Krater. Die Allvater-Brücke ist ein Hingucker, und zwischen den Gefechten gönnt dir das Spiel immer wieder ruhige Momente zum Durchatmen.
Screenshot aus Gears of War E-Day

Abseits der Storymissionen gibt es einiges zu entdecken

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Dann kommt aber die Kehrseite. In drei von fünf Akten öffnet E-Day die Stadt zu größeren Hub-Gebieten mit Sammelobjekten und Nebenaufgaben. Du verteidigst ein Autohaus, hältst einen Glockenturm oder rettest Zivilisten. Das klingt nach Abwechslung, fühlt sich aber oft nach stumpfen Aufträgen an, die nicht wirklich zum Rest des Spiels passen wollen. Die Wege sind lang, die Begegnungen selten spannend, die Nebenmissionen zu ähnlich gestrickt. Das nimmt dem Spiel Tempo genau dort, wo die linearen Missionen glänzen.
Rund 15 Stunden ist die Kampagne lang, aber nicht jede Stunde fühlt sich nach Gewinn an. Eine straffere Version ohne künstliche Streckung hätte Gears of War E-Day gutgetan.
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Ein echtes Grafikfeuerwerk

Optisch ist Gears of War E-Day ein absolutes Feuerwerk. Das zerfallende Kalona ist detailreich und stilsicher. Beleuchtung, Effekte und Gegnerdesign gehören zum Besten, was aktuell auf der Xbox Series läuft. In Gefechten bröckelt die Umgebung weg und auch sonst kann sich das Effektgewitter absolut sehen lassen.
Auf der Xbox Series X stehen drei Grafikmodi zur Wahl:
  • Quality: interne Auflösung 1224p, 30 fps
  • Balanced: interne Auflösung 1080p, 40 fps (nur mit 120-Hz-Display)
  • Performance: interne Auflösung 1000p, 50 bis 75 fps
Screenshot aus Gears of War E-Day

E-Day zaubert eine beeindruckende Grafik auf den Bildschirm

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Sauber läuft das Spiel dabei aber nicht immer: Beim Durchqueren der Welt gibt es spürbare Laderuckler und in sehr actionreichen Szenen sackt die Framerate kurz ab, auch im Performance-Modus. Im Test traten außerdem vereinzelte Bugs auf, die zum Neustart zwangen.
Der Sound überzeugt mit wuchtigen Waffen und atmosphärischer Musik. Die deutsche Sprachausgabe ist gelungen, wirkt aber teils zu cool und ist stellenweise etwas zu leise abgemischt. Im Menü findest du solide Optionen für Barrierefreiheit: Farbenblindmodus, anpassbares Sichtfeld, Textgrößen, frei belegbare Tasten und einstellbare Zielempfindlichkeit.
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Gears of War E-Day Test: Fazit

Gears of War: E-Day ist ein brachiales Action-Spektakel mit herausragendem Gunplay und beeindruckender Inszenierung. Die Gefechte machen Spaß, die Zerstörung von Kalona sitzt und im Koop spielt das Game seine Stärken aus. Gebremst wird das Prequel von zähen Hub-Abschnitten, einer vorhersehbaren Story, kleinen Steuerungsschwächen und technischen Macken.
Wenn du Deckungs-Shooter liebst und rohe Action willst, bekommst du hier eine der stärksten Kampagnen der Reihe. Wenn du auf überraschende Erzählung und ein straffes Tempo hoffst, musst du aber Abstriche machen. Dabei lebt E-Day natürlich auch vom Multiplayer, den wir im Rahmen der Testversion aber noch gar nicht anspielen konnten.