Screenshot aus STAR WARS: Galactic Racer zeigt ein Podrace
© Fuse Games
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Star Wars: Galactic Racer: Eines der besten Rennspiele der letzten Jahre

Star Wars: Galactic Racer im Test: Wie gut ist der Roguelite-Racer von Fuse Games? Wir verraten dir, was Kampagne, Podracer und Multiplayer taugen und für wen sich der Kauf lohnt.
Von: Phil Briel (@nophilterde)
7 min readPublished on

Über den Autor

Was für ein Jahr für Star-Wars- und Rennspiel-Fans? Erst schickt Playground Games mit Forza Horizon 6 einen beeindruckenden Open-World-Racer an die Startlinie, dann gibt's mit Star Wars: Zero Company noch ein Taktik-Rollenspiel, das selbst XCOM 2 alt aussehen lässt. Doch damit nicht genug: Star Wars: Galactic Racer bringt beide Welten zusammen und sorgt mit einem Roguelike-System für frischen Wind im Genre. Das Ergebnis ist eines der besten Rennspiele der letzten Jahre, bei dem nicht nur Podracing-Fans aus Star Wars: Episode 1 voll auf ihre Kosten kommen.
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Worum geht's in Star Wars: Galactic Racer?

  • Titel: Star Wars: Galactic Racer
  • Genre: Arcade-Racer mit Roguelite-Elementen
  • Entwickler: Fuse Games
  • Plattformen: PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC
  • Release: 6. Oktober 2026
  • Modi: Kampagne, Arcade, Szenarien, Online-Multiplayer (bis zu 12 Spieler)
  • Spielzeit: Rund 6 bis 9 Stunden für die Kampagne, mit allen Modi deutlich über 20 Stunden
Screenshot aus Star Wars: Galactic Racer zeigt ein Rennen auf einem Speederbike auf einem Eisplaneten

In der Kampagne von Star Wars: Galactic Racer folgst du Shade

© Fuse Games

In Star Wars: Galactic Racer schlüpfst du in die Rolle von Shade, einer Pilotin beziehungsweise einem Piloten, die oder der in die Galactic League zurückkehrt. Das Ziel ist klar: Champion Kestar Bool vom Thron stoßen. Einen arroganten Rennfahrer aus reichem Haus, den du schnell von Herzen hasst. Die Geschichte ist bewusst überdreht. Hier geht es nicht um Jedi, Imperium oder Weltraumdrama, sondern um Rivalen, Spott über Funk und Rennen, bei denen jeder Fehler wehtut.

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Genau das funktioniert hervorragend. Galactic Racer erzählt Star Wars aus der Perspektive derer, die im Hintergrund der Filme zwischen Schrott und Staub um den nächsten Sieg fahren. Bekannte Orte wie Jakku, Crait, Tatooine und Ando Prime sorgen für Wiedererkennung, ohne dass du irgendein Vorwissen brauchst.
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Dreh das Tempo hoch: Das Fahrgefühl überzeugt

Schon nach wenigen Minuten ist klar, worum es geht: Tempo. Die Umgebung verschwimmt zu Farbstreifen, der Controller vibriert in den Händen und enge Tunnel, Wracks und Hitzelampen kommen so schnell auf dich zu, dass du kaum Zeit zum Blinzeln hast. Dazu kommt ein wuchtiger Sound mit dem typischen Star-Wars-Dröhnen beim Boost, das jeden Gasstoß spürbar macht. Auch technisch läuft das Ganze rund, selbst bei Höchstgeschwindigkeit bleibt das Bild flüssig und die dreckigen, klobigen Maschinen sehen auch nach den intensiven Rennen noch ziemlich gut aus.
Screenshot aus Star Wars: Galactic Racer

Vier Fahrzeugklassen stehen in Star Wars: Galactic Racer zur Wahl

© Fuse Games

Vier Fahrzeugtypen stehen bereit und jeder fühlt sich spürbar anders an:
  • Der Landspeeder driftet gern durch Kurven, braucht aber etwas Zeit, bis er seine Höchstgeschwindigkeit erreicht. Er ist mein Favorit geworden, weil er Fehler verzeiht und trotzdem viel Spielraum für saubere Linien lässt.
  • Das Speederbike beschleunigt explosiv und lässt sich praktisch auf der Stelle stoppen, ist aber verletzlich, wenn dich Gegner von der Seite rammen.
  • Der Skim-Speeder biegt dank beweglicher Finnen extrem eng ab und fährt Kurven in einer Art Messerkante, ideal, wenn du Präzision liebst.
  • Und dann gibt es noch den Podracer, das schnellste und gefährlichste Gefährt im Spiel.
Zwei riesige Triebwerke, null Fehlertoleranz und ein Gefühl, als würde alles auseinanderfallen, sobald du zu hart lenkst. Wer die Kamera zwischen die beiden Triebwerke setzt, bekommt eine Intensität, die fast schon desorientierend ist und ich liebe sie. Dazu kommt der Ramjet, ein Super-Turbo, der dich in den roten Bereich schiebt. Zündest du ihn zu lange, fliegt dir das Gefährt um die Ohren.
Screenshot aus Star Wars: Galactic Racer zeigt ein Podracing-Event

Ganz ehrlich... Wir alle lieben Podracing, oder?

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Du kannst sogar noch gewinnen, wenn du die Ziellinie im Moment der Explosion kreuzt. Boost, Drift, Schilde und Hindernisse gleichzeitig zu managen, ist anfangs eine Menge. Ich habe in den ersten Stunden unzählige Felsen geküsst und Rennen verloren, aber mit jeder Strecke wuchs das Gefühl, das Tempo zu zähmen.
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Roguelite triffft auf Arcade-Rennspiel

Das Herzstück ist die Kampagne und die ist aufgebaut wie ein Roguelite. Was ein eigenes Subgenre der Actiongames ist, hält hier in die Welt der Arcade-Rennspiele Einzug. Und das funktioniert erstaunlich gut: Du startest einen Lauf mit einem schlichten Fahrzeug und arbeitest dich über mehrere Planeten nach oben, um dich für das Finale gegen Kestar Bool zu qualifizieren.
Dabei wählst du zwischen zwei bis drei zufällig zusammengesetzten Pfaden, die sich teilweise kreuzen. Jeder Halt auf dem Weg ist ein anderes Ereignis: ein normales Rennen, eine Testfahrt für einen anderen Charakter, eine Mystery-Begegnung mit Freund oder Feind oder ein Eliminator-Rennen, bei dem Fahrer:innen nacheinander aus dem Rennen fliegen. Das macht jedes Rennen spannend, weil jede Entscheidung Gewicht hat. Wage ich den härteren Pfad mit der besseren Belohnung oder gehe ich auf Nummer sicher?
Screenshot aus Star Wars: Galactic Racer zeigt ein Rennen mit mehreren Fahrzeugklassen.

Ja, die Klassen treten auch gemeinsam in einem Rennen an

© Fuse Games

Unterwegs sammelst du Geld und Punkte. Das Geld investierst du in Teile und Fähigkeiten, die nur für den aktuellen Lauf gelten. Etwa ein Autopilot für kurze Verschnaufpausen, Ionen-Blaster, Korrosionsventile oder Schockwellen gegen aggressive Gegner:innen. Mit den Punkten schaltest du dauerhaft bessere Startwerte, weitere Fahrzeuge, Playstyles und Gefallen frei. Ein Gefallen kann zum Beispiel ein zusätzliches Leben zu Beginn sein. Auch nach einem verpatzten Lauf bleibt also etwas hängen und der nächste Versuch startet stärker. Typisch Roguelite eben.
Wichtig zu wissen: Es gibt kein Rewind und keine Ideallinie. Du lernst die Strecken durch Wiederholung und das fühlt sich wie echter Skill an. Auch die Gegner bleiben in jedem Lauf dieselben. Du erkennst bald, wer offensiv fährt und wer defensiv. Das hat ein Bisschen was von einem Soulslike, da du hier quasi das Vorgehen deiner Kontrahent:innen lernen und verstehen musst. Nur eben... bei 400 km/h und mehr.
In späteren Akten kommen neue Planeten, andere Reihenfolgen und härtere Gefahren wie Minen, Stürme und Dunkelheit hinzu. Dazu mischen sich Sponsoren mit Aufgaben ein, die dich im Erfolgsfall belohnen und bei Misserfolg fallen lassen. Ein einzelner Lauf dauert anfangs 20 bis 40 Minuten und später gern über eine Stunde, und mittendrin speichern geht nur über den Standby der Konsole oder des PCs.
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Arcade, Szenarien und Multiplayer

Doch keine Sorge: Abseits der Solo-Kampagne bleibt genug zu tun. Im Arcade-Modus jagst du auf allen Strecken Bestzeiten, fährst Time Trials und misst dich in Bestenlisten gegen Freunde. Wenn dich so etwas packt, weißt du, dass der Modus sitzt. Hier findest du außerdem den Großteil der Podracing-Action, die in der Kampagne nur eine Nebenrolle spielt.
Screenshot aus Star Wars: Galactic Racer

Technisch beeindruckend, aber zum Bestaunen der Details bleibt kaum Zeit.

© Fuse Games

Die Szenarien sind kurze, kuratierte Mini-Kampagnen aus etwa sechs Rennen, bei denen du in die Rolle eines Rivalen aus der Story schlüpfst und dessen Fahrzeug samt Fahrstil übernimmst. Das zwingt dich aus deiner Komfortzone und zeigt dir neue Seiten des Spiels. Gleichzeitig schaltest du dauerhafte Upgrades und Kosmetik frei, die dir auch in der Kampagne helfen. Nach dem Abspann kannst du dort beliebig viele weitere Saisons fahren.
Der Multiplayer lässt bis zu 12 Fahrer:innen gegeneinander antreten. Du kannst einzelne Rennen mit Speedern oder Podracern fahren oder in Saisons gegeneinander antreten, die wie die Kampagne mit Roguelite-Mechaniken, Upgrades und Wetten gegen andere Fahrer arbeiten. Dazu kommen ein XP-System und kosmetische Freischaltungen. Wie langlebig der Modus wird, hängt davon ab, wie groß die Community nach dem Launch ausfällt und wie sich die Meta entwickelt.
  • Der Real-Life-Multiplayerwahnsinn bei Max vs. 100 war deutlich umfangreicher als das Fahrerfeld in Star Wars: Galactic Racer. Max Verstappen startete in Silverstone vom Ende des Feldes mit 101 Karts. Und was dann passierte ist schon jetzt legendär:
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Star Wars: Galactic Racer ist ein Überraschungshit

Ältere Semester erinnern sich wohlig an das Jahr 1999 zurück als LucasArts mit Star Wars Episode I: Racer einen exzellenten Arcade-Racer zum Kinostreifen an den Start brachte. Star Wars: Galactic Racer bringt dieses Spielgefühl nun, rund 27 Jahre später, auf den Bildschirm zurück und markiert eine faustdicke Überraschung.
Das Roguelike-Rennspiel aus dem Hause Fuse Games (hinter dem sich ehemalige Burnout-Entweickler:innen von Criterion verstecken) trifft den Kern dessen, was das Podrace in Episode 1 versprochen hat: irrwitziges Tempo, gefährliche Maschinen und die ständige Gefahr, im nächsten Moment an einer Felswand zu zerschellen. Die Roguelite-Struktur macht aus klassischem Racing ein Spiel, das dich Lauf für Lauf am Controller hält und jedes Mal, wenn du scheiterst, fühlst du dich dem nächsten Sieg ein Stück näher. Der Mix aus Fahrzeugen, Upgrades und Strecken sorgt dafür, dass die Wiederholung selten langweilig wird.
Screenshot aus Star Wars: Galactic Racer zeigt ein Rennen.

Galaktisch gut: Star Wars: Galactic Racer überrascht mit frischen Ideen.

© Fuse Games

Wenn du Arcade-Racer magst und Spaß an Risiko, Bestzeiten und Tuning hast, ist das ein klarer Kauftipp. Wenn du auf ein Jedi-Epos mit emotionaler Story hoffst, bekommst du hier etwas anderes, hast aber vielleicht genau deshalb Spaß.
Für wen lohnt sich Galactic Racer? Für alle, die Geschwindigkeit, Risiko und Bestenlisten lieben, und für Star-Wars-Fans, die einmal ohne Lichtschwerter auskommen wollen.

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Max Verstappen

Max Verstappen hat im Alter von 18 Jahren und 228 Tagen als jüngster Fahrer der Geschichte einen Grand Prix gewonnen. Mit 24 Jahren holte er den ersten WM-Titel und hat ihn insgesamt viermal erreicht.

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